The Masquerade 5,… Icecold Sweat

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Die Maskerade,…

Eiskalter Schweiß

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Kapitel 4;

Sonntag der 17. Februar, Altena 1170 n. Chr.

Noch in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag war sie zu der kleinen Hütte im Wald gegangen, wo sie die Gürtelschnalle, die Gürteltasche und die Schwertscheide versteckt hatte. Die Nacht verbrachte sie dort alleine nur mit der Kälte der Nacht und ihren Erinnerungen. Alles was sie in der Vergangenheit gemacht oder vollbracht hatte erschien ihr so fürchterlich sinnlos. Auch die Worte des Inquisitors änderten nichts an ihrer Stimmung. Inès Le Fèvre liefen Schweißperlen über die Stirn, obwohl es bitterkalt war. Dann aber eilte sie mit den Sachen wieder in die Stadt. Gerade rechtzeitig um sie in dem Zimmer ihrer Unterkunft wieder zu verstecken um dann pünktlich zur Sonntagsmesse zu erscheinen. Doch innerlich spürte sie immer noch die Kälte und für einen Moment kam ihr dem Gedanke nach der Messe zu beichten und dann selbst ihrem Dasein ein Ende zu setzen. Sie sah keine Hoffnung mehr, auch nicht für eine dritte Chance. Sie zitterte schwach während die Menschen an ihr vorbei den Dom verließen. Inès war die einzige in dem Gotteshaus und wollte sich gerade erheben als sie eine laute Stimme aus der Richtung des Beichstuhls vernahm. Nur ein recht gereiztes,…

„die Sachen sind nicht mehr dort,… und die Tiere haben alle Spuren verwischt,…“

hörte sie. Während sie aus der noch offenen Domtür schlich. Noch schlimmer konnte es nicht mehr kommen. So rannte sie zum Gasthaus zurück und verzog sich in ihre Unterkunft. Sie atmete tief ein und ihr Brustkorb bebte. Sie spürte den kalten Stahl auf der Haut und den Schmerz als die Klinge in die Haut schnitt. Das Blut trat aus der Wunde aber sie hatte wieder nicht den Mut noch tiefer zu schneiden. So verband sie sich das Handgelenk und kauerte sich in die Ecke des Zimmers.

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Etwas Lebenswille musste doch noch verhanden sein, denn sie brachte es nie zu Ende, der zweite Versuch sich das Leben zu nehmen. Auch einige ihrer Heldentaten, wie es die Zeugen beschrieben, waren nur Versuche gewesen in der Schlacht zu fallen. Aber sie überlebte und ihre argsten Gegner fanden nur wieder einen weiteren Grund um sie weiter zu jagen. Ein elender Kreislauf aus dem sie sich nicht befreihen konnte. Egal welche Bemühungen sie anstrebte. Eine dritte Chance, erinnerte sie sich an die Worte des Inquisitors. Wenn nicht für ein drittes Leben, aber vielleicht die letzte Chance um den Kreislauf zu beenden. Ihre Augen wanderten über den anderen Arm, etliche Schnitte hatten ihre Narben hinterlassen. Die Verletzungen die sie sich selbst beibrachte. Dann ruhte der Blick unter dem Bett, auf der Stelle wo die drei Fundstücke versteckt lagen, sie ballte die Fäuste bis diese schmerzten. Das Zittern legte sich und sie kroch unter das Bett. Dann stopfte sie die Sachen in ihren Beutel und machte sich zur Burg auf.

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