The Masquerade 5,… The bitter Truth

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Die Maskerade,…

Die bittere Wahrheit

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Kapitel 5;

Mittwoch der 20. Februar, Altena 1170 n. Chr.

Godfried von Breen saß vor dem runden Tisch, der genau in der Mitte des Arbeitszimmers stand. Auf dem edlen Stück Handwerkskunst lagen die Gürtelschnalle, die Gürteltasche und die Schwertscheide. Inès Le Fèvre hatte ihm vor drei Tagen die Fundstücke überlassen. Sie wollte dabei bleiben, doch der Inquisitor verdonnerte sie gegen den Willen der Ritterin, sich erstmal von den Nonnen die neben einigen Mönchen zu den Vertrauten Godfrieds zählten, versorgen zu lassen. Die Frau war in einem sehr angeschlagenen Zustand gewesen von dem sie sich auch jetzt noch nicht so richtig erholt hatte. Aber dass lag ihm nicht so schwer auf dem Magen, denn die Nonnen versicherten ihm dass es Frau Le Fèvre bald wieder besser gehen würde. Was sich dem Inquisitor wie eine Schlinge um den Hals legte, war mehr dass er wusste, was er tief im inneren nicht wissen wollte aber musste. Er erkannte die drei Fundstücke sofort wieder, dass lag ihm wie ein Felsen im Magen. Die Gürteltasche und die Gürtelschnalle gehörten König Raimund dem I. von Brabandt. Die Schwertscheide zählte zu dem Besitz von Armin von Rabenroth, dem Reichsvogt. Zwei der mächtigsten Männer zur Zeit. Doch dies war nicht das einzige Problem, viel schlimmer war es für den Inquisittor, dass er sie noch aus den Kreuzzügen kannte und ihnen sein Leben verdankte.

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Ob die Verbündeten an dem Mord beteilig waren lag erschreckend nahe, die Fundstücke bewießen auf jeden Fall dass sie am Tatort waren. Die Teilnahme an der besagten Jagdt stand außer Frage, dass wussten viele,… vielleicht schon zuviele. Jetzt noch die Fundstücke, der Inquisitor musste einer bitteren Wahrheit ins Auge sehen. Desweiteren erinnerte er sich an den Eid, den er und auch einige andere einst geleistet hatte, nach dem Armin von Rabenroth und Raimund dem I. von Brabandt ihnen das Leben retteten. Sie hatten damals den Rettern zugesagt, ihnen zur Hilfe zu kommen, wenn diese einmal in einer ernsten Situation steckten. Dies war jetzt der Fall. Der Gedanke, möglicherweise einen faigen Mord zu decken, war dem Inquisitor zu wieder. Doch er musste sich an den Eid halten, er war jetzt wegen einer seiner Grundsätze gezwungen, gegen den anderen zu verstoßen. Gute Miene zum bösen Spiel,… sagte er sich in Gedanken,… aber ich habe keine andere Wahl. Es klopfte an der Tür und Bruder Theodorus in Begleitung von Schwester Hildegardt traten ein. Beide zählten zu den engsten Vertrauten des Inquisitors und er schätzte ihre Meinungen sowie deren Rat. Sie nickten sich zunächst einander schweigend zu und setzten sich dann an den runden Tisch.

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„Wir haben uns um Frau Le Fèvre gekümmert,“ sprach Schwester Hildegardt ernst, „die Ärmste ist wirklich in keinem guten Zustand,… ich meine damit nicht ihren Gessundheitszustand,… eher als ob sie mit sich nicht im reinen ist.“ „Das habe ich befürchtet,“ kam es von Godfried von Breen zurück, „aber dass ist nicht der Grund warum ich mit euch sprechen möchte.“ „Es geht um die drei Dinge die auf dem Tisch liegen,“ stellte Bruder Theodorus klar, „sie haben uns ja bereits einiges gesagt,… wir können sie verstehen,… die Lage ist schwierig.“ „Selbst die Inquisition kann sich nicht ohne handfeste Beweise gegen einen König und Reichsvogt stellen,“ warf Schwester Hildegardt ein, „aber sie haben uns in dem Schreiben angedeutetet,… dass sie dies nicht vorgesehen haben.“ „Das ist wahr,“ bestätigte der Inquisitor, „dennoch möchte ich die Wahrheit wissen,… damit ihr, ich und einige andere Vertraute an einer Lösung des Problems arbeiten können.“ „Mein Gefühl sagt mir,“ meinte die Nonne vorsichtig, „dass ihr schon eine Lösung des Problems parat habt,…“ „Ja und nein,…“ sagte Godfried leise, „ich habe nur zwei Probleme erkannt,… wo sich nur eines auflösen lässt.“ „Die Schwierigkeit liegt darin,“ fuhr der Inquisitor fort, „dass ihr politische Konsequenzen drohen,… wenn wir dem ehrlichen Weg einschlagen,… sollten sich die bittere Wahrheit bestätigen.“

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