After Midnight „Evil Shadows“

After Midnight

Nach Mitternacht

*

*

Evil Shadows

Böse Schatten

*

Prolog;

Irgendwo in den Weiten des Alls, Freitag 08.04.2376 n. n. Z;

Die T.R.G. Silberadler schob sich durch die ewige von leuchtenden Punkten durchsetzte Dunkelheit auf sicherem Kurs Richtung Bracherach, in der Astrographie besser bekannt als Delta 789 – 54 C, einem Planeten der wegen seiner Ressourcen für Terra von beträchtlicher Bedeutung war. Ziel der Mission war es, zwei Raumtransportern Geleitschutz zu geben. Doch seit Eintritt in das Sternensystem waren immer wieder Funksprüche und Signale eingegangen, die auf ein Geisterschiff schließen ließen. So herrschte reges Treiben auf der Brücke des Großkampfschiffes, die Navigatoren hielten sich bereit schnell und effizient einen Ausweichkurs zu berechnen und einzuleiten, wenn es sich mit dem Geisterschiff bewahrheiten sollte. Der Captain des Schiffes blickte auf die Weiten vor sich und auch immer wieder auf die zahlreichen Bildschirme die sich uförmig um ihn befanden. Schwere Schritte erklangen, als zwei Space Marines die Brücke betraten. General Johann Tilly und Generälin Susanne Mahlberg positionierten sich nebem dem Captain und nickten ihm zu. An Bord des Großkampfschiffes trugen sie ihre Helme nicht und so konnte man ihren Gesichtern entnehmen, dass auch sie sich die einen oder anderen Gedanken machten. Plötzlich ging ein Notsignal ein, aus diesem System, aber kein Schiff war zu sehen. Dann aber begangen die Sensoren zu reagieren, sie spürten etwas auf, dass sich ihnen rasch näherte.

*

„Ausweichkurs einleiten,…“ befahl der Captain der T.R.G. Silberadler ernst, „Steuerbord vorraus,… Schilde auf maximale Leistung.“

Während die Brückencrew den Befehl umsetzten starteten überall auf dem Schiff die Alarmsysteme. In den Korridoren und Hangars leuchteten die roten Alarmleuchten und die Notfallprotokolle liefen über die Lautsprecher. Das technische Personal sicherte Frachten, Flurfördermittel und alle Shuttle die nicht im Protokoll gebraucht wurden. Die Piloten der anderen bezogen die Cockpits und hielten die Shuttle startklar, die Space Marines rüsteten sich ein und machten sich für eventuelle Außeneinsätze bereit. Auf der Brücke sahen der Captain und die Generäle in die Weite vor ihnen. Noch immer war nichts zu erkennen, doch die Sensoren zeigten etwas anderes. Da die Crew diesen vertrauen konnte, stand eine abgeschwächte Kollision mit einem Schiff nur noch kurz bevor. Jetzt brach ein Kolonialschiff praktisch aus dem Nichts. Beide Großraumschiffe drifteten nun aufeinander zu. Jetzt erwieß sich das bereits früh eingeleitete Ausweichmanöver als richtige Maßnahme. Anstelle frontal zusammen zu krachen, schrammten beide Schiffe nun auf ganzer Länge aneinander vorbei. Die ganze T.R.G. Silberadler zitterte die ganze Zeit über und immerwieder gab ein Lautsprecher den Status der Schilde bekannt.

„Schilde auf 25 %,…“ erklang es aus dem Lautsprecher,… „Schilde auf 24 %,…“

Dann hörte das Zittern auf, die Schiffe kamen in sicherem Abstand zum Stehen.

„Sofort Schadensprotokolle starten!“ befahl der Captain mit barschem Ton, „dass andere Schiff identifizieren und Scannprogramme starten!“

Sofort begann die Crew wieder mit dem Umsetzen der Befehle.

*

Im Asteroidenfeld des zweiten Mondes von Varessk, Freitag 08.04.2376 n. n. Z

An Bord der USMT Nostromo II rollte Ellen Joan Ripley unruhig in ihrem Bett hin und her. Schon seit drei Tage- und Nachtzyklen durchlief sie in den Alpträumen den Schrecken des Daidalos Chismas. Schweißgebadet und in der damals noch nicht so guten Ausrüstung rannte sie durch dunkle Koridore. In ihrem Kopf hörte sie die Schreihe ihrer Kameraden und Kameradinnen, die Countdown Zähler von Selbstzerstörungsmechanismen oder den Kollisionswarnungen. Doch dass schlimmste waren die Schreihe der Kreaturen. Überaus schnell und in der Lage fast überall Halt zu finden, ein fast unverwüstlicher Organismus und ein Blut dass mühelos das Stahl dieser Zeit zerfras. Sie hörte im Kopf das Knistern und Knacken, dazu das leichte Trommel wenn die Kreaturen sich in den Luftschächten bewegten. Dann nahm sie all zu deutlich war, wie etwas gegen die Schiebetür ihrer Koje hämmerte. Gefolgt von dem Zischen als sich das seureartige Blut durch den Stahl fras. Dann rissen zwei ihr nur zugut bekannte schwarzschimmernde Klauen die Schiebetüren auseinander. Eine massige Kreatur schob sich in die Koje und baute sich mit voller Größe vor ihr auf. Der übermenschlich große Kopf näherte sich ihr gefährlich nahe und eine der Pranken griff nach ihr. Als diese die Bettdecke berührte und sie den ersten leichten Druck spürte, schrie Ellen Joan auf.

Jonesy!“ zischte sie schließlich als sie schweißgebadet aus dem Alptraum erwachte,… „bist du dess Wahnsinns!“

Der Kater schnurrte nur und sah sein Frauchen mit überraschten Katzenaugen an.

*

Kapitel 1;

Irgendwo in den Weiten des Alls, Samstag 09.04.2376 n. n. Z;

Früh am Morgen an Bord der T.R.G. Silberadler liefen die Reparaturarbeiten auf vollem Gange. Die Schäden hielten sich in Grenzen, dennoch gab es etliche um die man sich kümmern musste. Die Schilde hatten aber die größten und auch bedenklichsten Schäden abgefangen so das keine ernsthaften Probleme bestanden. Die Identifizierung des Kolonieschiffes hingegen dauerte noch an. Die Scanner arbeiteten in mehrfach Intervallen und führten zunächst sehr verworrende Ergebnisse an den Tag. Manchmal zeigten sie Leben an, dann wieder keines, dann wieder Signaturen die weder wirklich als Tod noch Lebendig bewertet werden konnten. Erst das Zurateziehen des Apothecarius gab eine verlässlicheres Bild auf die Bilder der Scanner. Es handelte sich laut dem Mediziner um Menschen die im Wachkoma lagen, der Anordnung nach noch immer in den Kryogenische Kammern. Doch irgendetwas verhinderte eine saubere Scannung, so dass die Kammern nicht sauber dargestellt werden konnten. Es schien als ob sich etwas darauf befand, so etwas wie eine Schicht die auf den Kammern lag. Ein letzter Scann gab schließlich die sehr wagen Umrisse der Kryogenische Kammern preis, aber nicht in welchem Zustand sie sich befanden. Jegliche Kommunikationsversuche mit dem noch imm unbekannten Schiff blieben ohne Erfolg.

*

Der nebenher stattfindende Vergleich mit registrierten Schiffen führte wiederum aber zu einem Erfolg, das Geisterschiff hatte jetzt einen Namen und dieser beantwortete auch die meisten Fragen.

„Wir haben die UST Pegasus gefunden,…“ betonte der Captain der T.R.G. Silberadler ernst, „wie gehen wir jetzt vor?“ „Wenn es nach mir geht,“ fuhr der Mann fort, „schießen wir dass Schiff in Stücke.“ „Sie wissen also was auf dem Schiff passiert sein muss?“ hakte General Johann Tilly nach, „oder haben sie lediglich von dem Daidalos Chisma gehört?“ „Ich hatte Einblick in die Daten und Unterlagen,“ sprach der Captain nach wie vor in ernster Stimme, „ich gehörte zum Ausschuss der Geschworenen, die Teile des Chismas untersuchen sollten,… aber erst nach dem alles vorbei war,…“ „Das macht die Sache etwas leichter,… vielleicht aber auch etwas schwerer,…“ bemerkte Generälin Susanne Mahlberg in gespenstisch ruhigem Ton, „aber erst nach dem alles vorbei zu sein schien,…“ aktualisierte sie die Aussage des Captains, „wie wir alle sehen ist sie noch nicht ganz vorrüber.“ „Warum jagen wir nicht eine Raketensalve auf die UST Pegasus und setzen dann die ursprüngliche Mission fort?“ war es aus einer anderen Ecke der Brücke zu hören, „währe der beste Weg für alle.“ „Vielleicht,“ erwiederte General Johann Tilly mit gerunzelter Stirn, „beobachtet das Schiff und lasst es noch weitere Male scannen,… ich und Generälin Mahlberg ziehen uns für eine Beratung zurück.“

Die beiden Space Marines verließen die Brücke.

*

Im Asteroidenfeld des zweiten Mondes von Varessk, Samstag 09.04.2376 n. n. Z

An Bord der USMT Nostromo II liefen verschiedene Daten aus diesem System zusammen. Im Grunde tat sich nichts relevantes. Auch so war etwas Ruhe eingekehrt, keine weiteren Schildträger hatten sich blicken lassen und auch auf Varessk selbst wehte nur der Sand von einem Pohl zum anderen. Trotzdem fühlte sich Ellen Joan Ripley nicht wohl. Sicher hatten die Alpträume damit zu tun, dabei dachte sie bei sich, das Trauma verarbeitet zu haben. Sie war sich nicht sicher was sie beunruhigte, aber im Verlauf des Morgens nahm dies klarere Formen an. Es war nicht der Alptraum der sie zusetzte, eher das Gefühl irgend etwas vergessen zu haben. Jetzt nicht irgend etwas unwichtiges oder so, mehr eine wichtige Sache die es noch zu erledigen gab oder besser die erledigt werden musste. Trotz der gegenwärtigen Lage hier gab sie die Nachrichtenkanäle von Terra frei, vielleicht fand sich hier ein weiterer Denkanstoss. Die bestätigte sich auch prompt, denn überall in den terranischen Medien ging alles um den Prozess gegen den Konzern. Dieser wollte sich nicht für das Daidalos Chisma verantwortlich machen lassen, selbst eine Mitschuld stritt er beharlich ab. Im Kopf ließ sie die letzten Ereignisse des Chimas noch einmal erwachen um den Punkt zu finden, ab wann die Vorfälle als abgeschlossen galten. In den Bordakten fand sie nichts,… was also ließ sie Unbewusst wieder an die Katastrophe denken? Plötzlich trat Dwayne Hicks zu ihr,…

„Du wirst auf der Brücke gebraucht,…“ sprach der Space Marine rasch, „ein alter Bekannter will mit uns reden,… auf sicherer Sequenz,… scheint wichtig zu sein.“

*

Kapitel 2;

Irgendwo in den Weiten des Alls, Samstag 09.04.2376 n. n. Z;

An Morgen an Bord der T.R.G. Silberadler teilten sich General Tilly, Generälin Mahlberg, Isabella Liechtenstein und Matthias Segeberger die weiteren Vorbereitungen auf. Nach ihrer gemeinsamen Besprechung mit ihren Teams gab es kaum noch Fragen für ein späteres Vorhaben. Während Johann Tilly und Susanne Mahlberg mit Ellen Joan Ripley und Dwayne Hicks per Holokonferenz trafen, übernahmen Isabella Liechtenstein und Matthias Segeberger formelle Details bezüglich der Mission. Denn das was möglicherweise bzw. mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit passieren würde, bewegte sich an der Grenze der freihen Befugnisse der S. M. I. / H. M. I. bzw. Schwere Mobile Infanterie / Heavy Mobile Infantry. Sicher konnten sich die Truppen beträchtliche Freiheiten erlauben, aber eben auch nicht alles. Hier wurde die grausame Tragik zu einem Problem und zum anderen dass der Konzern nichts mitbekam. Es war ein offenes Geheimnis, dass letztere eine ganze Reihe Augen und Ohren da hatte, wo es drauf ankam. So hatten die Eisenschwingen das Auffinden der UST Pegasus auch nur den sichersten Stellen mitgeteilt. Die S. M. I. / H. M. I. bzw. Schwere Mobile Infanterie / Heavy Mobile Infantry war bis jetzt die einzige Instanz, wo sich der Konzern nicht einkaufen oder einschleichen konnte. Offizielle Missionen mit Geheimstufe III und Etwas dass im Grunde einem Massenmord zur Schadensbegrenzung gleich kam, konnten nicht einfach so beschlossen werden.

*

Das Ziel der Mission war klar und einfach zusammengefasst, Daten und Beweise sichern dann den Schaden begrenzen. Daten und Beweise sichern war das eine, aber in diesem Fall war Schadensbegrenzung wirklich das falche Wort. Auf die Apothecari beider Kompanien kam einiges zu. Wenn sich das Bewahrheiten sollte was alle befürchteten. Es mussten 1.200 Menschen untersucht werden. Ob sie noch am Leben waren und wenn, ob sie von dem Alienorganismus infiziert wurden. Sollte das der Fall sein, mussten die Marines bzw. Apothecari die unglückliche Aufgabe übernehmen, den Opfern ein noch sehr viel grausameres Schicksal zu ersparen. Die Datensicherung sollte sichertellen wer die Leute an Bord waren und gegebenfalls den Beweis ergeben, dass sie Mitglieder des Konzerns waren oder in dessen Auftrag aufgebrochen waren. Eine weitere ebenso wichtige Frage ergab auch wann die UST Pegasus Terra verlassen hatte. Da sie bisher in den Aufzeichnungen des Daidalos Chismas nicht auftauchte, bestand die Notwendigkeit das ganze Drama erneut aufzuarbeiten und im unglücklichsten Falle zu überdenken. Wenn es hart auf hart kam, musste der Beginn des Chismas noch vorne datiert werden, auch bestand das Risiko dass die Akten neu eröffnet wurden.

*

Im Asteroidenfeld des zweiten Mondes von Varessk, Samstag 09.04.2376 n. n. Z

An Bord der USMT Nostromo II fiel es Ellen Joan Ripley und Dwayne Hicks schwer die Emotionen zu verbergen. Doch während der ganzen Konferenz gelang es ihnen, wenn gleich sie sich mit jeder Minute mießer fühlten. Es beruhigte sie ein wenig, dass die Eisenschwingen die UST Pegasus entdeckt hatten, aber es besorgte sie mehr, dass es dieses Kolonialschiff überhaupt gab. Wie viele flogen noch als Geisterschiffe in den schwarzen Weiten des Alls herum? Von denen bisher niemand ausser dieser beschissene Konzern wusste. Ellens Alptraum war jetzt erneut Realität geworden. Sie wunderten sich natürlich nicht, dass General Tilly und Generälin Mahlberg das ganze etwas gelassener wegsteckten, den Grund kannten sie. Die Eisenschwingen stießen zum Ende des Chismas dazu, sie waren zudem eine der ersten Kompanien mit der heutigen Ausrüstung und Bewaffnung. Was für den 7. Kampfverband der 13. Kompanie das nackte Grauen wurde, blieb den Eisenschwingen erspart. Es war eine besonders bittere Erinnerung von Hicks, die ihn immer wieder einholte wenn er den Eisenschwingen begegnete. Seine Leute kämpften ums nackte Überleben, die Space Marines der III – VI Kompanie schritten durch die Horden der Bestien und mähten sie nieder. Als ob sie keinen ernstzunehmenden Gegner darstellten. Dies führte sogar zu handfesten Auseinandersetzungen zwischem ihm und Johann Tilly. Da er lezteren die Schuld gab, die neuen Rüstungen und Waffen der 13. Kompanie vorenthalten zu haben. Später stellte sich aber heraus dass die III – VI Kompanie dies nicht getan hatte.

*

Kapitel 3;

Im Asteroidenfeld des zweiten Mondes von Varessk, Sonnag 10.04.2376 n. n. Z

Auf der USMT Nostromo II herrschte Hochbetrieb wie schon lange nicht mehr. Die wesentlichen Formaliäten zwischen den beiden Kompanien waren geklärt und wenn die Raumkrümmung eine opimale Verbindungsknoten errechnen konnte, würde es nur eine Reise von 7 bis 9 Tagen sein, bis ich beide Flottenverbände im sich im Bracherach Sternencluster, nahe Delta 789 – 54 C treffen würden. Während die Crew sich für die Mission vorbereitete, kümmerten sich die Generäle der 13. Kompanie für einen vorrübergehenden Ersatzt des XENO SQUAD’s. In den Hangars verluden Marines Sprengsätze, Zündmechanik und anderes Equitment zum Sabotieren in kleinere Kisten um, damit sich die Zusatzauusrüstung auf die Shuttle verteilen ließ. Für Daniel Spunkmeyer und Colette Ferro fühlte sich der Einsatzt irgendwie komisch an. Sie hatten wie ihre Generäle den Horror nicht vergessn, aber jetzt sah die Welt anders aus. Vor gerade mal vier Jahren wäre es ein echtes Selbstmordkommando gewesen, jetzt war es ein Routineeinsatz, naja fast ein Routineeinsatz. Gewisse Restrisiken räumten selbst die neuen Rüstungen und stärkeren Waffen nicht aus. Aber die Chancen die Mission an einem Stück zu überleben ohne vom Säureblut zersetzt oder von den Viechern infiziert zu werden standen merklich höher.

*

Ein weiterer Vorteil bestand in dem Punkt dass sie den Schiffstyp kannten, die UST Pegasus war zumindest vom Kernaufbau ein Serienmodell von Kolonieschiffen, nicht eines dieser Experimentelen. So folgte das Gewirr an Korridoren, die Anordnung der Hangars, die Versorgungs- und Luftschächte den gutbekannten Mustern. Da gab es auch das wohl wirklich einzige Problem, aus sicht von Spunkmeyer und Ferro. Vermutlich sahen auch Ripley und Hicks dieses Problem, auch wenn sie darüber noch kein Wort verloren hatten. Die Pegasus war auf die Säure der Viecher anfällig, dies verwandelte das Schiff im Rahmen eines Feuergefechtes schnell in ein Stahlsieb. Im Schlimmsten Falle könnte das Ereichen des Säureblutes auf einem der Reaktoren eine gefährliche Kettenreaktion auslösen. Bei einer Kernschmelze und der darauf folgenden nuklearen Explosion half auch die beste Rüstung nicht. So wie sie die Viecher in Erinnerung hatten, würde es unweigerlich zu Kämpfen kommen. Am besten währe es ja, so sah der Plan auch oberflächlich aus, ein Trupp in die Brücke und einer ins Computerzenrum der Pegasus. Den Datenspeicher kopieren und sich so schnell wie möglich zurück zu ziehen. Den Rest erledigten dann die Bordgeschütze der Großkampfschiffe. Doch meist lief es nie nach dem einfachsten Weg. Diese beschisse Unberechenbarkeit ließ sich immer dann blicken, wenn die Kacke schon meilenweit in den Himmel stank.

*

Colette betrachtete den Sender den sie in der linken Hand hielt mit dem Auge suchte sie nach einem Zweiten. Die Space Marine wusste nur zu gut dass man immer zwei oder je nach dem auch drei Sender brauchte um eine optimale Leistung zu bekommen. Schiffe wie die UST Pegasus waren einfach zu groß um mit nur einem bzw. zwei auszukommen. In der Regel reichten bei Schiffen der Standartklassen vier Sender. Zwei für die zentrale Computeranlage und zwei für die Brücke. Je zwei Sender ermöglichten die Datenübertragung, die anderen Zwei kümmerten sich um Störsignale oder glichen Übertragungsengpässe aus. Aber bei so einem Kolonieschiff würden sie sicher drei Sender auf der Brücke und im Computerzentrum brauchen. Die Pegasus maß fast 2 1/2 Km in der Länge und 600 Meter in der Breite. Somit doppelt so lang und auch um die Hälfte breiter als die USMT Nostromo II. Und so begannen sie damit immer vier Sender zu synchroniesieren. Jetzt trafen auch William Hudson und Jenette Vasquez ein, mit einen weitere Marines der 13. und zwei Sprengkerne von Orbitalschlagraketen der mittleren Stufe II.

„Soviel zum Thema Beschuss durch die Bordkanonen,“ bemerkte Spunkmeyer zynisch, “ Ellen Joan und Dwayne gehen auf Nummer sicher,… will garnicht wissen wie lange sie dafür mit der obersten Leitstelle reden mussten.“ „Ich auch nicht,…“ brummte Ferro und zog die Schulter hoch, „die geben nicht leichtfertig den Einsatz von Orbitalschlagwaffen frei.“

*

Kapitel 4;

Bracherachsystem, nahe Delta 789 – 54 C „Bracherach I“, Montag 18.04.2376 n. n. Z

Mittleiweile befanden sich fünfzehn Großkampfschiffe in der unmittelbaren Nähe der UST Pegasus. Drei Kompanien mit je fünf Schiffen, die sich strategisch um das Kolonieschiff in position gebracht hatten. Eine Sache die irgendwann auch den Bewohnern dieses Sysems auffallen musste. Früher oder später würden Handelsconvoys die merkwürdige Szenerie mitbekommen. Über diese war es dann wieder auch nur eine Frage der Zeit bis Raumpiraten und der Konzern von dem Auftauchen der UST Pegasus erfuhren. Doch noch war die Zeit nicht der Gegner des Vorhabens, denn es gab etwas, dass an anderer Stelle viel Zeit ersparte. Sicher war es ein offenes Geheimnis dass jede Kompanie eigene speziellere Wesenzüge besaß und auch eigene Ambitionen verfolgte, doch die gemeinsamkeit aller war die Basis der schweren mobilen Infanterie. Dies sorgte für einen annähernd gleichen technischen Standart und genauso viele Paralelen in Ausbildung und Taktiken. So konnten Einsatzbesprechungen sehr kurz und knapp gehalten werden. Es reichten die wichtigen Ziele der Mission und die vielleicht noch zu beachtenden Eckpunkte. Zudem kam dem Vorhaben zu gute, dass es ein umfangreiches Wissen um die Vorfälle des Daidalos Chisma gab.

*

So brachen gegen Mittag sechs Landungsschiffe auf um von den drei Haupthangars der UST Pegasus aus, dass Kolonieschiff zu betreten. Jede Kompanie führte 24 Space Marines in den Einsatz, je einen ganzen Einsatztrupp von 12 Marines um eines der taktischen Ziele zu halten, dazu zwei Killeams je 6 Marines für weitere Aufklärungsarbeiten. Die III – VI KOMPANIE „die EISENSCHWINGEN“ übernahmen den Bug der UST Pegasus, mit dem Hauptziel die Brücke einzunehmen und zu halten. Die V Kompanie „Frankoiberische Legion“ nahm sich das Heck vor um die Generatoren und Maschinenräume unter Kontrolle zu bringen. 13. KOMPANIE, „das XENO SQUAD“ wollten in der Mitte über das Hangar der Wissenschaftsebene eindringen um sich zu den zentralen Computerterminals durchkämpfen. Wenn man all diese Positionen einnehmen konnte, würde man die UST Pegasus unter eigene Kontrolle bringen. Dies war das erste Ziel der Mission Evil Shadows.

*

Anmerkung des Autors;

Ich hoffe mal diese Herangehensweise ist etwas besser als die Vorhergehende. Ich habe für mich das Gefühl dass eine leichte Änderung notwendig war. Ich wäre um eine Kritik zu diesem veränderten Schreibstil sehr dankbar.

*

11 Kommentare zu „After Midnight „Evil Shadows“

      1. Ich schreibe wieder alles in einem Beitrag, weil ich noch auf Figuren warte, die ebenfalls einen Beitrag bekommen.

        Das gebe dann wieder dieses Durcheinander im Blog.

        Ich mache dass aber so, dass man das letzte Kapitel immer gut finden kann.
        Damit man sofort zum aktuellen kommt ohne wieder alles lesen zu müssen.

        Gefällt mir

      2. Habe nach zwei Tagen Pause K. 3 fertig. Hoffe dass es so etwas besser ist, als sich an *zulangen* Dialogen fest zuhalten.

        Hoffe auch dass die Eindrücke der Charakere zu ihrer Mission etwas besser zur Stimmung beitragen.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s